Dr. Miriam Sitter

Leiterin Kindheitspädagogik

Prof. Dr. Miriam Sitter

miriam.sitter@ba-whv.de

Telefon 04421 987 333-1

Miriam Sitter ist seit dem Sommersemester 2026 an der Berufsakademie Wilhelmshaven als Professorale Lehrkraft tätig und leitet den Dualen Studiengang Kindheitspädagogik.
Seit jeher richtet sie ihren wissenschaftlichen Blick auf soziale, institutionelle und diskursive Einflüsse, die das Aufwachsen von Kindern prägen, formen und mitunter auch begrenzen. Schon in ihrer Promotion an der Stiftung Universität Hildesheim setzte sie sich kritisch mit den Bildungsdebatten im Zuge der PISA-Ergebnisse auseinander und analysierte die dauerhaften stigmatisierenden Folgen für Kinder mit Migrationshintergrund.
Durch ihre mehrjährige praktische Tätigkeit in einem Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche rückte auch die Begleitung junger Menschen und ihrer Familien in Verlustsituationen in den Mittelpunkt ihrer wissenschaftlichen Auseinandersetzungen. Aus diesem Engagement heraus gründete sie 2023 das außerhochschulische TRAUERFORSCHUNGSINSTITUT kleine BLUME e.V. in Hannover, an dem sie nebenberuflich die Aufgaben der Wissenschaftlichen Leitung und Geschäftsführung übernimmt.
Von 2019 bis 2022 vertrat sie die Professur Didaktik der Sozialpädagogik an der Universität Osnabrück. Aktuell ist sie seit 2024 als Professorin für Kindheitspädagogik an der IU Internationale Hochschule in Hannover tätig.

  • Kinder und Erwachsene in intergenerationalen Beziehungen
  • Gewaltfreie Kommunikation (nach Marshall B. Rosenberg) mit Kindern und Trauernden
  • Heutige Kindheit ihrer gesellschaftlichen (Un-)Ordnung
  • Thanato(sozio)logische Perspektiven im und für das Handlungsfeld der Kindheitspädagogik und Sozialen Arbeit
  • Sterben, Tod und Trauer in einer Partizipation eröffnenden Didaktik der frühkindlichen Bildung und Erziehung
  • Verlusterfahrungen im Leben von Menschen (mit Kindern) in Wohnungs- und Obdachlosigkeit

Sommersemester 2026

  • Pädagogik und Psychologie
  • Grundlagen der Entwicklungspsychologie
  • Kindeswohl und Kinderschutz
  • Praxisreflexion


Wintersemester 2026/2027

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Sitter, Miriam (2026): »Weil ich sie dann noch riechen kann.« Zur Bedeutung hinterlassener Gegenstände für trauernde Kinder, in: Benkel, Thorsten/Meitzler, Matthias (Hg.): Materialität und Präsenz. Objekthafte Verwirklichungen des Sozialen. Frankfurt/New York: Campus, (im Erscheinen).Sitter, Miriam (2025): Ethical Issues in Participatory Research with Grieving Children. In: Liamputtong, Pranee (Ed.): Handbook of Sensitive Research in the Social Sciences. Cheltenham: ‎ Edward Elgar Publishing, S. 221-235.Sitter, Miriam (2024): Zur Relevanz der Thanatosoziologie für die Soziologie der Kindheit. In: Benkel, Thorsten/Coenen, Ekkehard/Meitzler, Matthias/Sitter, Miriam (Hg.): Lebensende. Einblicke in die Gesellschaft. Baden-Baden: Rombach, S. 83-103.
Sitter, Miriam (2024): Ein Plädoyer für das partizipative Forschen mit trauernden Kindern. In: Schierbaum, Anja/Diederichs, Miriam/Schierbaum, Kristina (Hg.): Kind(er) und Kindheit(en) im Blick der Forschung. Zentrale theoretische Figuren und ihre empirische Erkundung. Wiesbaden: VS, S. 325-343.
Sitter, Miriam (2023): Autoethnografie in Todesnähe. Soziologische Arbeit an und mit herausfordernden Identitätsprozessen [58 Absätze], in: Forum Qualitative Sozialforschung 24, Heft 2, Art. 7 (zusammen mit Melanie Pierburg, Thorsten Benkel, Ekkehard Coenen und Matthias Meitzler) https://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/4065
Sitter, Miriam (2022): Zur unfreiwilligen Trauerarbeit von Kindern – und wenn sie mehr als nur einen Verlust zu bewältigen haben. In: Heyse, Volker (Hg.): Was kindliche Seelen stark macht. Entwicklung von Lebenskompetenzen unter erschwerten Ausgangsbedingungen und nachhaltig gelebte Kinderrechte. Salzburg: Anton Pustet, S. 248-277.
Sitter, Miriam (2019): Partizipatives Forschen mit Kindern – Ein reflektierter Balanceakt zwischen generationaler Asymmetrie und intergenerationaler Nachsicht. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Sonderheft 21, S. 103-124 https://rd.springer.com/article/10.1007%2Fs11614-019-00381-0
Sitter, Miriam (2018): Ethische Symmetrie in der partizipativen Forschung mit Kindern [44 Absätze]. In: Forum Qualitative Sozialforschung 19, Heft 3, Art. 21 (zusammen mit Florian Eßer) http://dx.doi.org/10.17169/fqs-19.3.3120
Sitter, Miriam (2017): Geflüchtete Kinder und die alte Angst vor Differenz. In: Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit. Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis 2, Heft 2, S. 127-136.
Sitter, Miriam (1017): Kinder mit Migrationshintergrund als leerer Signifikant. In: Baader, Meike/Freytag, Tatjana (Hg.): Bildung und Ungleichheit in Deutschland. Wiesbaden: VS, S. 155-175.
Sitter, Miriam (2016): PISAs fremde Kinder. Eine diskursanalytische Studie. Wiesbaden: VS.
Sitter, Miriam (2016): PISA und kein Ende. Zur Kontinuität eines interdiskursiven Phänomens und seinen eigentümlichen Folgen. In: Bosančić, Saša /Keller, Reiner (Hg.): Perspektiven wissenssoziologischer Diskursforschung. Wiesbaden: VS, S. 223-242.
Sitter, Miriam (2014): PISA als interdiskursiver Innovationsgenerator. In: Weber, Susanne Maria/Göhlich, Michael/Schröer, Andreas/Schwarz, Jörg (Hg.): Organisation und das Neue. Beiträge der Kommission Organisationspädagogik. Wiesbaden: VS, 2014, S. 83-91.